Ein L-förmiges Haus, nach Süden ausgerichtet, mit dem Pool in der Mitte des Grundstücks und tiefen Veranden als Schwelle zwischen Innenraum und Terrasse. Casa Leala ist ein Einfamilienhaus in Arroyo de la Miel, Benalmádena (Málaga), errichtet auf einem 501,30 m² großen Grundstück in einem gewachsenen Wohngebiet der Costa del Sol und im Juni 2024 fertiggestellt. Auf dem Weg dorthin gab es eine ablehnende Stellungnahme des Bauamts, eine geänderte Entwurfsplanung (Proyecto Básico) und zwei Entscheidungen, die erst während der Bauarbeiten getroffen wurden.
Der Auftrag: ein Einfamilienhaus in Arroyo de la Miel
Das Grundstück war unbebaut, mit 501,30 m² laut Vermessung und 482,00 m² laut Kataster, nur wenige Gehminuten von der Bushaltestelle und der S-Bahn-Station (Cercanías) entfernt. Bevor wir die Lösung festlegten, zeichneten wir zwei vollständige Entwürfe und modellierten sie in 3D. Durchgesetzt hat sich der Entwurf, der das Haus L-förmig anlegt, nach Süden ausgerichtet und mit dem Pool in der Grundstücksmitte: Der Baukörper schützt den Außenwohnbereich und hält die übrige Grundstücksfläche frei. Die Nebenräume liegen gebündelt an der Nordfassade, und die tiefen Veranden bilden den Übergang zwischen Innenraum und Terrasse.
Das Raumprogramm verteilt sich auf zwei oberirdische Geschosse sowie ein vollständig im Erdreich liegendes Untergeschoss. Im Erdgeschoss öffnet sich der 37,07 m² große Wohn- und Essbereich zur Veranda, zur Terrasse und zum Pool; daneben liegen die Küche, ein 9,25 m² großes Arbeitszimmer und ein Gästebereich mit eigenem Schlafzimmer und Bad. Im Obergeschoss befinden sich das Hauptschlafzimmer mit Ankleide und En-suite-Bad sowie eine 14,12 m² große überdachte Terrasse, die an zwei Seiten geschlossen ist. Ein Innenhof filtert das Licht im Tagesverlauf und verbessert die Querlüftung. Insgesamt ergeben sich 135,83 m² oberirdische bebaute Fläche, 28,52 m² überdachte Außenflächen und 16,73 m² unter der Pergola, dazu eine Wasserfläche von 45,34 m² und Stellplätze auf dem Grundstück.
Vom Entwurf zur Baugenehmigung
Die Entwurfsplanung (Proyecto Básico) erhielt das Visum der Architektenkammer (Colegio de Arquitectos de Málaga). Das Bauamt gab eine ablehnende Stellungnahme ab; wir erstellten eine geänderte Entwurfsplanung, die ebenfalls visiert wurde, und die Stellungnahme fiel daraufhin positiv aus. Anschließend wurde die Ausführungsplanung visiert und ebenfalls positiv beurteilt; auch die Abteilung für Straßen- und Tiefbau (Vías y Obras) äußerte sich zustimmend. Zwischenzeitlich änderte sich die Postanschrift des Grundstücks, und wir mussten ein klarstellendes Schreiben einreichen, damit Projekt und Kataster übereinstimmten.
Wir erzählen das, weil es den Zeitplan betrifft. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus dieser Größe wiegt das Genehmigungsverfahren zeitlich ebenso schwer wie die Bauphase – und es ist besser, das vor Beginn offen auf den Tisch zu legen, als es hinterher rechtfertigen zu müssen.
Zwei Entscheidungen während der Bauphase
Die erste war, das Haus tiefer zu setzen. Nach der Absteckung verschoben wir den Baukörper und senkten das Haus um 50 cm auf die Höhenkote 91,70, um den Abstand zur privaten Grundstücksgrenze auf die 3,00 m zu bringen, die die Zonenvorschrift U-4 für Einfamilienhäuser im PGOU (Flächennutzungsplan) von Benalmádena verlangt. Der Nebeneffekt war besser als der Anlass: Durch das Absenken gewann die Terrasse im Poolbereich an Fläche. Die geplante umlaufende Rampe entfiel, die Terrasse liegt nun vollständig auf einer Ebene mit einem bepflanzten Beet, und der neue Höhenunterschied wurde in der Zufahrtsrampe für Fahrzeuge aufgefangen, wobei die Ansicht der Einfriedung angepasst wurde. Ein Vermessungsingenieur steckte die Verschiebung ab, und alles wurde in der Bauabschlussbescheinigung festgehalten.
Die zweite betraf das Untergeschoss. In der Flächentabelle der Entwurfsplanung umfasste es 41,23 m². Fertiggestellt wurde es mit 117,46 m² bebauter Fläche und einem offenen Abstellraum mit 101,67 m² Nutzfläche. Da es vollständig im Erdreich liegt, wird es nicht auf die zulässige Geschossfläche angerechnet – das Haus wuchs also nach unten, ohne die Bebaubarkeit des Grundstücks oder das von außen sichtbare Volumen zu verändern. Übergeben wurde es im Rohzustand, mit poliertem Beton und glatt abgezogenem Putz; erreichbar ist es nur vom Grundstück aus, über eine Rampe, die neben dem Grundstückstor beginnt.
Materialien und Bauausführung
Die Fassade ist als zweischaliges Mauerwerk („Capuchina“) mit Außendämmung ausgeführt: 6 cm extrudiertes Polystyrol, eine halbsteinstarke Außenschale aus Lochziegeln, Luftschicht und eine Innenschale aus Doppelhohlziegeln. Mörtelputz mit Steinstrukturfarbe und Keramikverkleidung an den in der Planung vorgesehenen Flächen, eine durchgehende weiße Beschichtung und punktuelle Holzelemente. Fenster aus eloxiertem Aluminium in Anthrazitgrau, mit Verglasung 4-12-6+6 und Sonnenschutzglas an der Süd- und Westfassade. Umkehrdach mit PVC-Abdichtungsbahn und 40 mm XPS. Innen Feinsteinzeug und abgehängte Decken aus Gipskartonplatten; außen Stempelbeton und ein mediterraner Garten mit geringem Wasserbedarf. Das Tragwerk besteht aus Stahlbeton – Einzel- und Streifenfundamente, Stützmauern und Kassettendecken – auf einem Baugrund mit einer zulässigen Bodenpressung von 2,9 kp/cm² laut Baugrundgutachten.
Gebaut hat der Bauherr selbst: Im Absteckungsprotokoll und in der Bauabschlussbescheinigung ist das Vorhaben als Eigenbau eingetragen. Das verändert die Rolle der Bauleitung, die – statt ein Bauunternehmen zu koordinieren – die Baustelle Entscheidung für Entscheidung und Besuch für Besuch steuert. Fertiggestellt wurde der Bau am 21. Juni 2024, nach zwanzig Monaten. Die Bauausführungsleitung und die Sicherheits- und Gesundheitskoordination übernahm der Bauingenieur (Arquitecto Técnico) José Jiménez de la Paz.
Die Bauarbeiten verliefen ohne Zwischenfälle, und das ist schriftlich belegt: Die am 3. Juli 2024 bei der Kammer der Bauingenieure (COAAT Málaga) visierten Schreiben dokumentieren, dass während der gesamten Bauzeit kein einziger Eintrag im Anordnungsbuch oder im Vorkommnisbuch nötig war. Die Bauabschlussbescheinigung wurde am 21. Juni 2024 unterzeichnet und am 9. Juli von der Architektenkammer Málaga visiert.
Galerie


Projektdaten
- Typologie: Freistehendes Einfamilienhaus, Neubau, L-förmig
- Nutzung: Wohnen (Einfamilienhaus)
- Lage: Arroyo de la Miel, Benalmádena (Málaga)
- Projektjahr: 2019
- Baujahr: 2024
- Status: Gebaut. Bauabschlussbescheinigung im Juni 2024 unterzeichnet und im Juli 2024 von der Architektenkammer (COA Málaga) visiert
- Bebaute Fläche: 135,83 m² oberirdisch (110,08 m² Erdgeschoss und 25,75 m² Obergeschoss) sowie 117,46 m² Untergeschoss; zusätzlich 28,52 m² überdachte Außenflächen, 16,73 m² unter Pergola und 45,34 m² Wasserfläche
- Grundstücksfläche: 501,30 m² laut Vermessung (482,00 m² laut Kataster)
- Einheiten: 1 Wohneinheit
- Auftraggeber: Privatperson. Privater Bauherr und Eigentümer des Grundstücks, der sein eigenes Haus in Eigenregie errichtet
- Bauunternehmen: Eigenbau: Der Bauherr übernimmt die Aufgaben von Bauunternehmer und Baustellenleiter
- Bauleitung: Klicstudio Arquitectura y Diseño SLP — Juan Alejandro Goñi Uriarte und Ruth Buján Varela
- Bauausführungsleitung: José Jiménez de la Paz, Bauingenieur (Arquitecto Técnico). Außerdem Sicherheits- und Gesundheitskoordination in der Ausführungsphase
- Tragwerk: Stahlbeton: Einzel- und Streifenfundamente, Stützmauern, einachsig gespannte, hinterlüftete Bodendecke (Forjado sanitario) und Kassettendecken. Von Klic im Rahmen der Ausführungsplanung berechnet
- Baugrundgutachten: Geotecnia Consultores SL. Zulässige Bodenpressung 2,9 kp/cm²
- Leistungen von Klic: Entwurfsplanung (Proyecto Básico), geänderte Entwurfsplanung, Ausführungsplanung mit Tragwerks- und Haustechnikberechnung, Bauleitung und Bauabschlussbescheinigung
- Team: Juan Alejandro Goñi Uriarte (Kammer-Nr. 1.206, COA Málaga) und Ruth Buján Varela (Kammer-Nr. 1.333, COA Málaga), Architekten, Entwurfsverfasser und Bauleiter
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