Ein nachhaltiges Haus mit sehr wenig Geld zu bauen, ist möglich. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie es geht.
Vor dem 20. Jahrhundert folgten die meisten Bauten ganz selbstverständlich den Prinzipien, die ein Haus autark machen. Damals lebte der Großteil der Bevölkerung auf dem Land, im engen Kontakt mit der Natur; Energie war knapp, und ein Stromnetz gab es oft überhaupt nicht.
Diese Knappheit an Ressourcen zwang die Menschen, nach natürlichen Lösungen für ein besseres Leben zu suchen. War die Fassade eines Hauses zum Beispiel nach Süden ausgerichtet, wärmte die Sonne die Räume auf natürliche Weise, und man musste weniger Brennholz sammeln.
Dann kam die Industrialisierung, die Städte wuchsen, und diese Techniken gerieten nach und nach in Vergessenheit. Doch warum sollten wir im 21. Jahrhundert nicht zu ihnen zurückkehren und dabei die Fortschritte nutzen, die uns heute zur Verfügung stehen? In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was ein autarkes Haus ausmacht und auf welchen Grundlagen sein Bau beruht.
Was ist ein nachhaltiges Haus?
Damit ein Haus autark ist, sollte der Bau die folgenden Merkmale erfüllen:
- Schutz der Gesundheit und der Ökologie des Ortes, an dem gebaut wird.
- Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien.
- Verwendung natürlicher, atmungsaktiver Materialien.
- Stellenwert des Recyclings.
- Sparsamer und vernünftiger Umgang mit Wasser.
- Möglichst geringe Umweltbelastung.
- Verwendung natürlicher Dämmstoffe.
Der Weg zum nachhaltigen Haus: die wichtigsten Faktoren
Heute erklären wir Ihnen aus unserem Architekturbüro in Málaga, welche Schritte zum Bau eines autarken Hauses nötig sind.
Die Ausrichtung
Die Ausrichtung des Hauses ist entscheidend, um den Energieverbrauch zu senken. Das gilt schon beim Kauf des Grundstücks, auf dem gebaut werden soll: Vermeiden Sie zum Beispiel eine Lage, die im Winter im Schatten liegt.
Eine Analyse des Sonnenstands hilft sehr bei der Raumaufteilung. So lässt sich festlegen, welche Räume über den Tag das meiste Licht erhalten und sich damit auf natürliche Weise am stärksten erwärmen sollen – und der Aufwand für Heizung oder Klimaanlage sinkt.
Erneuerbare Energien
Setzen Sie für ein nachhaltiges Haus auf erneuerbare, saubere Energien: Solarenergie, Windkraft, Geothermie, Biokraftstoff-Generatoren … Sie alle sorgen für Unabhängigkeit, sind umweltfreundlich und haben jeweils eigene Einsatzbereiche.
Unverzichtbar sind außerdem energiesparende Haushaltsgeräte. In einem früheren Artikel haben wir Ihnen erklärt, wie ein Energieausweis erstellt wird.
Baumaterialien
Nun ist es an der Zeit, das Haus zu errichten. Welche Materialien sollten Sie für den Bau wählen?
Zu den meistverwendeten gehört Holz – eines der ökologischsten natürlichen Materialien, sofern es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Holz eignet sich für das Tragwerk, für die Wände oder für den Ausbau.
Weitere geeignete Materialien sind:
- Lehmziegel (Adobe): Ziegel aus tonhaltigem Sand und Stroh.
- Hanf.
- Stroh.
- Andere recycelte Materialien, etwa Glasflaschen oder mit Sand gefüllte Plastikflaschen.
Ästhetik
Auch der Stil des autarken Hauses will gut überlegt sein. Entscheidend ist, dass Linienführung und Ästhetik des Gebäudes mit der Umgebung harmonieren und das Landschaftsbild nicht stören.
Deshalb orientieren sich viele dieser Häuser an den Formen der Natur, als wären sie lebende Organismen. Dasselbe gilt für das Innere, das natürliche Texturen und Stimmungen aufgreift.
Wir hoffen, dieser Artikel hat Ihnen gezeigt, wie ein autarkes Haus entsteht. Wenn Sie mehr über Bauen und Nachhaltigkeit erfahren möchten, besuchen Sie weiterhin unseren Architektur-Blog!

