PROMÁLAGA CW · Coworking im Technologiepark Andalusien · Málaga · Klic Arquitectos

PROMÁLAGA CW im Parque Tecnológico de Andalucía: Firmenschriftzug, Arbeitsplätze und blaue Glastrennwände · Klic Arquitectos

Ein Fernsehstudio, verwandelt in einen einzigen großen Saal, in dem mehr als fünfzig Menschen gleichzeitig arbeiten – unter einer akustischen Holzdecke und zwischen Trennwänden aus blauem Glas. Das Coworking PROMÁLAGA CW befindet sich in den ehemaligen Studios von Canal Málaga Televisión: 1.544 m² bebaute Fläche, errichtet für Film- und Fernsehdrehs, nicht als Arbeitsort. Der Auftrag von 2009 lautete, daraus ein Coworking im Technologiepark Andalusien zu machen, in dem niemand den anderen stört – und das, ohne einen einzigen Quadratmeter hinzuzufügen.

Der Auftrag

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 2001, ein Werk von Salvador Moreno Peralta, und war der Sitz von Canal Málaga Televisión: Büros ohne Publikumsverkehr, ein Haupt- und ein Nebenstudio, zwei Geschosse plus Treppenhausaufbau und ein zweiter Aufbau für die Sendeantenne. Es steht frei auf einem Grundstück von rund 2.500 m² mit der Bauvorschrift IND1 des Flächennutzungsplans (PGOU) von 1998 und umfasst laut unserer Bestandsaufnahme 1.544,59 m² bebaute Fläche, gegenüber den 1.467 m² laut Katasterdaten.

2009 beauftragte uns die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Málaga, es in ein Gründerzentrum umzuwandeln: Coworking-Bereich, Firmenbüros und Beratungsbüros für Gründer. Die Entwurfs- und Ausführungsplanung erhielt am 7. September 2009 den Prüfvermerk (Visado) der Architektenkammer (COA Málaga), Aktenzeichen 2009/004278. Es war, in den Worten des damaligen Büros, „das erste Projekt von gewissem Umfang, das wir realisiert haben“: Wir waren mitten in der Krise gegründet worden und kamen aus der Wohnsanierung.

Ohne einen Quadratmeter hinzuzufügen

Die erste Entscheidung war, nicht zu wachsen. Die bebaute Fläche nach dem Umbau entspricht exakt der des Bestands: Das Projekt erweitert nichts. Die ganze Anstrengung gilt dem, was sich wirklich änderte – der Nutzung. Der Wechsel von einem audiovisuellen Gebäude ohne Publikumsverkehr zu einem Gebäude mit Publikumsverkehr zwingt dazu, fast alles Unsichtbare zu erneuern: Elektroinstallation nach der Niederspannungsverordnung (Reglamento Electrotécnico de Baja Tensión) von 2002, Klimatisierung nach CTE (spanische technische Bauordnung) und RITE (Verordnung über thermische Gebäudeanlagen), Brandschutz nach CTE DB-SI und der Feuerwehrverordnung von Málaga sowie Barrierefreiheit nach Dekret 72/92 und der städtischen Verordnung.

Der gemeinsame Arbeitsbereich zieht in die ehemaligen Studios ein: rund 470 m² laut Projektbeschreibung des Büros, ausgelegt für mehr als fünfzig gleichzeitig arbeitende Personen. Rundherum und darüber gruppieren sich 24 Firmenbüros, zwei Besprechungsräume und ein Konferenzraum, vier Phoneboxen, ein Wartebereich, eine Vending-Zone, Sanitärräume auf beiden Ebenen und Technikräume; die Beratungsbüros für Gründer liegen im Obergeschoss. Die Außenwände erhielten eine Vorsatzschale, und in den alten Studiokörper wurden neue Fenster eingeschnitten, deren Raster der bestehenden Struktur folgt. Außen wurde eine topografische Vermessung erstellt, um die oberirdischen Parkplätze neu anzuordnen und mehr Stellplätze zu gewinnen.

Die Akustik, das unsichtbare Problem

Die erklärte Herausforderung des Projekts war nicht ästhetischer Natur: Mehr als fünfzig Menschen sollten in einem großen, schallharten Raum zusammenarbeiten, ohne sich gegenseitig zu stören. Ein leeres Fernsehstudio hallt. Wände und Decken wurden mit schallabsorbierenden Elementen verkleidet, und die Firmenbüros wurden bis zur Höhe der abgehängten Decke mit Glastrennwänden geschlossen, von der abgehängten Decke bis zur Rohdecke mit schallgedämmten Trockenbauwänden.

Dieses Detail wurde während der Bauphase verbessert. Das Projekt sah 2,30 m hohe Holztrennwände zwischen den Büros vor; der Bauherr bat darum, sie durch raumhohe, schallgedämmte Trockenbauwände zu ersetzen, was es zudem ermöglichte, die Installationen in die Wände zu integrieren und den Flur im Erdgeschoss zu verbreitern. Im Gemeinschaftsbereich ging man den umgekehrten Weg: Die Trennwände der in den alten Studios untergebrachten Räume wurden auf 2,10 m abgesenkt, damit der große Saal weiterhin als ein einziger Raum wahrgenommen wird. Diese erhaltene doppelte Raumhöhe sorgt dafür, dass der Ort noch immer wie ein Studio wirkt – und sie ist das Beste am Projekt.

Vom Baubeginn bis zur Fertigstellung

Das Protokoll der Bauabsteckung (Acta de replanteo) wurde am 30. April 2010 unterzeichnet, mit Covalco Grupo Constructor als ausführendem Bauunternehmen und David González Faura als Koordinator für Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Ausführungsphase. Die vorgesehene Bauzeit betrug sechs Monate. Die Fertigstellung wurde am 13. Dezember 2010 bescheinigt: nach rund siebeneinhalb Monaten.

Alles, was sich dazwischen änderte, wurde schriftlich festgehalten. Der Brandschutz der Fachwerkträger wechselte von dämmschichtbildender Farbe zu Vermiculitmörtel, wobei die Architekturdecke unter die Träger abgesenkt wurde. Der Bauherr ersetzte die geplante Klimaanlage durch ein VRV-System. Die städtische Genehmigungsstelle für Betriebseröffnungen verlangte einen neuen Aufzug nach den geltenden Barrierefreiheitsvorschriften, der an der Stelle des alten eingebaut wurde. Die Stützmauer im Parkbereich musste mit einer Bitumenemulsion und einer Drainageschicht versehen werden. Und der Bodenbelag wurde auf einer Schicht selbstnivellierenden Mörtels verlegt.

Die Fertigstellungsbescheinigung weist 1.353,67 m² aus, nicht die 1.544,59 m² der Bestandsaufnahme: Die fehlenden 190,92 m² waren bereits zuvor in einer Teilfertigstellung bescheinigt worden, visiert am 28. September 2010. Es ist die Art von Detail, die auf keinem Foto zu sehen ist und darüber entscheidet, ob das Gebäude öffnen kann oder nicht. Wenn Sie ein Industriegebäude oder eine Gewerbefläche umnutzen möchten, lassen Sie uns bei Klic Arquitectos darüber sprechen.

Galerie

Coworking PROMÁLAGA CW im Technologiepark Andalusien mit Firmenschriftzug, Arbeitsplätzen und Trennwänden aus blauem Einscheibensicherheitsglas, von Klic Arquitectos
PROMÁLAGA CW im Technologiepark Andalusien, Málaga: Arbeitsplätze, Trennwände aus blauem Einscheibensicherheitsglas und Firmenschriftzug unter einer perforierten akustischen Holzdecke.
Arbeitsbereich des Coworkings PROMÁLAGA CW im Technologiepark Andalusien mit doppelter Raumhöhe, technischem Zwischengeschoss und Trennwänden aus blauem Einscheibensicherheitsglas, von Klic Arquitectos
Arbeitsbereich von PROMÁLAGA CW im Technologiepark Andalusien: doppelte Raumhöhe, technisches Zwischengeschoss mit blauem Geländer im Hintergrund und Coworking-Arbeitsplätze.
Vergleichsplan des ursprünglichen Grundrisses mit zwei Studios und des Projektgrundrisses des Coworkings PROMÁLAGA CW im Technologiepark Andalusien, von Klic Arquitectos
Vergleich des ursprünglichen Grundrisses (PLATÓ 1 und PLATÓ 2) mit dem Projektgrundriss des Coworkings PROMÁLAGA CW im Technologiepark Andalusien: Sanierung ehemaliger Drehstudios.

Technisches Datenblatt

  • Projekt: PROMÁLAGA CW · städtisches Coworking
  • Typologie: Sanierung mit Nutzungs- und Betriebsänderung: ehemalige Fernsehstudios, umgewandelt in Coworking und Businesscenter
  • Nutzung: Dienstleistung / Büros. Städtisches Gründerzentrum mit Coworking-Bereich, Firmenbüros und Beratungsbüros für Gründer
  • Standort: Technologiepark Andalusien (PTA), Campanillas, Málaga
  • Projektjahr: 2009 (Entwurfs- und Ausführungsplanung, visiert von der Architektenkammer COA Málaga am 7. September 2009, Az. 2009/004278)
  • Baujahr: 2010 (Bauabsteckungsprotokoll am 30. April; Fertigstellungsbescheinigung am 13. Dezember)
  • Status: Gebaut und fertiggestellt
  • Bebaute Fläche: 1.544,59 m² laut Bestandsaufnahme des Büros (1.467 m² laut Katasterdaten). Das Projekt vergrößert die bestehende bebaute Fläche nicht
  • Grundstücksfläche: Rund 2.500 m² (Bauvorschrift IND1 des PGOU von 1998)
  • Einheiten: Gemeinsamer Arbeitsbereich von rund 470 m² für mehr als 50 gleichzeitig arbeitende Personen (Angabe aus der Projektbeschreibung des Büros) sowie 24 Firmenbüros laut Flächenaufstellung des Projekts
  • Raumprogramm: Offene Arbeitsplätze in den ehemaligen Studios, 24 Firmenbüros, zwei Besprechungsräume und ein Konferenzraum, vier Phoneboxen, Empfang und überdachter Eingangsbereich, Wartebereich, Vending-Zone, Sanitärräume auf beiden Ebenen, Technikräume und neu geordnete oberirdische Parkplätze
  • Schlüsselelemente: Erhaltene doppelte Raumhöhe · perforierte akustische Holzdecke · Trennwände aus blauem Einscheibensicherheitsglas · Firmenschriftzug PROMÁLAGA CW
  • Materialpalette: Naturholz an Boden und Akustikdecke, Architekturweiß, blaues Glas, industrielle Pendelleuchten
  • Bauzeit: 6 Monate laut Projekt; tatsächlich rund 7,5 Monate
  • Auftraggeber: Promálaga · Stadt Málaga (städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft)
  • Bauunternehmen: Covalco Grupo Constructor S.L.
  • Tragwerk: Bestand, erhalten und mit Vermiculitmörtel brandschutztechnisch ertüchtigt
  • Innenarchitektur: Klic Arquitectos (Möblierung und Beschilderung im Projekt enthalten)
  • Koordination für Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Ausführung: David González Faura
  • Ursprüngliches Gebäude: 2001, Salvador Moreno Peralta (ehemaliger Sitz von Canal Málaga Televisión)
  • Leistungen von Klic: Entwurfs- und Ausführungsplanung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan, Bauleitung, Innenarchitektur und Beschilderung
  • Büro: Klic Arquitectos
  • Team: Juan Goñi und Ruth Buján, leitende Architekten

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Klic Arquitectos im Interview mit DecoMarbella

Erfahren Sie etwas mehr über Klic Arquitectos

Juan Goñi und Ruth Buján, Gründer von Klic Arquitectos, sprechen über ihr Projekt und ihre Vision der Architektur in diesem Interview, das in der Fachzeitschrift DecoMarbella veröffentlicht wurde.

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